Lebe den Moment…

Viel zu selten leben wir den Moment, geniessen die Zeit im jetzt. Viel zu häufig zählt morgen, zählt gestern.

Am vergangenen Samstag war ich im Baumarkt um ein Schloss für einen Rollcontainer zu besorgen. Schon auf dem Weg nach Hause hatte ich das Gefühl, wir sollten als Familie heute, nicht morgen sondern jetzt was zusammen machen. Kurzerhand habe ich im Beachmotel St. Peter Ording angerufen, um nachzufragen, ob noch ein Zimmer frei ist. Das Hotel war komplett ausgebucht. Aber dafür gibt es auf dem hoteleigenen Parkplatz einige Bulli-Stellplätze mit Strom und Wasseranschluss.

Ein glücklicher Zufall, es war noch einer freigeworden. Also, schnell frisches Wasser in unseren Camper geschüttet, Zahnbürste, Hundefutter und schon waren wir auf der Bahn. Alina und ich mit dem Motorrad, Niklas und Johanna mit dem Camper. Wir kamen fast zeitgleich an und genossen den Sonnenuntergang am großen Sandstrand von SPO. In der Dunkelheit haben wir einen Schreiwettbewerb gegen die Nordsee gestartet. Es gab keinen eindeutigen Sieger.

Um halb Neun kamen wir ausgehungert in das hoteleigene Restaurant. Nach einer superleckeren Vorrunde mit Tappas, folgte der Hauptgang. Vanilleeis mit heißen Brombeeren passte dann aber doch noch. 🙂

In der Hotelbar folgten wir dann noch einige Zeit den kubanischen Rhythmen der Livemusik.

Vollgefuttert bauten wir unsere Betten im Camper. Die Kinder unten, die Großen im Aufstelldach, Charly hinter dem Fahrersitz. Es dauerte nur wenige Minuten, bis die Kinder glückselig einschliefen und von dem Lärm auf dem Parkplatz nichts mehr mitbekamen.

Morgens begrüsste uns die Sonne direkt durch das Hochdach. Die Duschen und Toiletten sind im Hotel extra für die Bulliparker im Erdgeschoss untergebracht. Um 9 Uhr genossen wir das üppige Frühstücksbuffet mit wirklichen vielen leckeren Dingen. Zuviel, um alles zu probieren. Soviel, dass Johanna sich heisses Wasser holte, es abkühlen liess, weil sie kaltes Wasser wollte. Erst die Kinder brachten die Erleuchtung, dass es auch kaltes Wasser gibt. 😉

Nach dem Check Out, fuhren wir mit dem Camper direkt auf den Sand-Strand und parkten in zweiter Reihe. Es folgte ein kilometerlanger Spaziergang mit Schattenboxen und Schattenzeichnen im Sand. Wieder zurück am Camper, Stühle raus und frisch gebrühten Kaffee in der strahlenden Sonne genießen. Die Kinder verzogen sich in den Camper um Stadt, Land Fluss zu spielen. Vom Frühstück hatten wir noch zwei Bananen und einige trockene Brötchen rausgeschmuggelt – unser Mittagessen.

Um 15 Uhr – viel zu früh – machten wir uns auf den Heimweg. Dieses Mal fuhr Niklas mit mir auf dem Motorrad und hat sich wirklich tapfer gehalten. Der Rest der Familie fuhr den Camper wieder nach Hause. Pünktlich zum Abendbrot waren wir wieder in Eutin und ließen den Abend bei guten Gesprächen über die Zukunft ausklingen.

Wieder einmal wurde mir bewusst, wie wichtig der Moment ist und es egal ist, ob die dreckige Wäsche, der Geschirrspüler oder andere Dinge erledigt werden sollten.

2 Kommentare bei „Lebe den Moment…“

  1. Ich bin wirklich unendlich dankbar das ich eine so wundervolle Familie habe.
    Danke, für den tollen Beitrag, wie sagte Bettina gestern nach unserem Treffen:
    Ich freu mich immer noch, dass wir uns heute gesehen haben. Mein Herz ist ganz warm. ?
    Mein Herz ist auch ganz warm?
    Danke auch an all unsere Freunde ?

  2. Albrecht Gieseler sagt: Antworten

    Wunderbar. Solche Momente zählen und schweißt alle zusammen!

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